Ausmisten, Leben, Vorsätze 2017

Ich werd Jetzt zum Sparfuchs…

04/02/2017
sparen leicht gemacht: wie richtig sparen - der sparfuchs in mir

… und verrate, wie ich das erreichen möchte.

Einer meiner Vorhaben für dieses Jahr ist mehr Geld zu Sparen. Beschrieben hab ich das ganze Vorhaben in meinem Hallo 2017 – schön, dass Du da bist!  Artikel so:
`… weniger Geld für Blödsinn ausgeben. Ja, richtig. Aber auch sinnvolles will ordentlich überlegt werden, damit am Ende des Jahres ein paar gesparte Euro auf dem Konto sind und eben nicht jeder Groschen für Reisen und Wochenendtrips ausgegeben wurde.` Oder auch nicht für anderen Blödsinn. Ich gebe zu: ich gebe gerne Geld aus. Für alles mögliche. Aber ich glaube, ein bisschen mehr Selbstdisziplin kann nicht schaden und als kleine Unterstützung habe ich mir folgende 5 Punkte zur Unterstützung überlegt:

Sparen leicht gemacht: meine fünf Ideen zum Erfolg

Spartipp 1: Haushaltsbuch führen.

Total unsexy, ich weiß. Und auch nicht sonderlich unterhaltsam. Aber ich kann so am Ende eines jeden Monats sehen, wo die schwer verdiente Kohle geblieben ist. War ich zuviel auf Jütt? Hab ich zuviel Blödsinn gekauft? Oder hab ich das gute Geld ordentlich zusammengehalten und kann so ein wenig mehr zur Seite legen für schlechte Zeiten oder das gute Gefühl? Mein Haushaltsbuch verrät es mir. Und damit ich zumindest ein wenig Spaß hab an der täglichen Aufschreiberei, hab ich mir dafür ein besonders hübsches kleines Notizbuch zugelegt. Welches ich vor meinem letzten Urlaub am Flughafen gekauft habe – ich weiß, das wäre auch günstiger gegangen. Ich übe ja noch…

Spartipp 2: Mahlzeiten planen

Viel zu oft schon stand ich Magen knurrend und vollkommen ohne Plan im Supermarkt und habe alles gekauft, was mir unter die Nase kam. Und habe am Ende eine viel zu hohe Summe für viel zu viele Lebensmittel ausgegeben. Das ist in vielerlei Hinsicht kein vorbildliches Verhalten und deswegen ist damit jetzt Schluss. Ich habe in meinem Jahresnotizbuch ein paar Seiten für meine Mahlzeiten-Planung freigehalten und plane dort so in etwa einmal in der Woche voraus. Wenn alles klappt, kaufe ich dann auch nicht mehr fast täglich ein, sondern einmal die Woche. Und habe so zu den jeweiligen Mahlzeiten auch noch etwas gesundes und selbstgemachtes vor mir stehen, anstatt in der Mittagspause voller Verzweiflung zum nächsten Imbiß zu laufen. Somit spare ich nicht nur Geld durch bewusstes Einkaufen, ich ernähre mich auch gleich viel besser. Zwei Fliegen mit einer Klappe!

Spartipp 3: die Dinge einen Tag ruhen lassen

Manchmal ist es doch so: ich bin in der Stadt, erledige dies und das und plötzlich schiebt sich etwas in mein Blickfeld, das ich jetzt sofort undbedingt haben muss! Da geht kein Weg dran vorbei! … oder? Eine ganz gute Möglichkeit ist, mir nicht zu erlauben, das gute Stück sofort zu kaufen sondern mindestens eine Nacht drüber zu schlafen. Denn am nächsten Tag will ich es vielleicht schon gar nicht mehr haben, weil ich es doch nicht so toll finde oder die Vernuft hat eingesetzt und ich weiß, dass ich es nicht brauche. Oder ich bin einfach zu faul, wieder in die Stadt zu radeln.
Beim berüchtigten online-shopping funkioniert das übrigens auch, hab ich festgestellt. Ich hab am nächsten Tag, als ich ja kaufen durfte, den Warenkorb ganz freiwillig soweit minimiert, dass ich plötzlich dachte: „Ach. Für die zwei Teile will ich die 4,95 Porto gar nicht zahlen.“ Und so hab ich einfach nix gekauft.

Spartipp 4: einmal ordentlich ausmisten und aufräumen

Das klingt jetzt erstmal komisch, aber: als ich meine Wohnung ordentlich ausgemistet und aufgeräumt hatte, die Küche, das Arbeitszimmer, den Kleiderschrank, da war ich so froh, all das überflüssige Zeugs losgeworden zu sein, dass ich gar keine Lust hatte, Neues anzuschaffen. Schließlich war ja grad alles so schön ordentlich und es gab genügend Platz, alles zu verstauen. Als dann ein wenig Zeit ins Land ging, wurde ich schlürig und die Räume und Schränke waren nicht mehr so super schön aufgeräumt: das war der Punkt, an dem die Lust zu kaufen wiederkam. Also hab ich mich selbst ausgetrickst und ne weitere Ausmist-und Aufräum-Runde eingelegt. Und siehe da: das hat geholfen. Es war befreiend, sogar noch mehr Zeug loszuwerden und wieder alle Schränke und Räume schön ordentlich zu haben. Und so mach ich jetzt einfach weiter. Und wenn es nix mehr auszumisten gibt, räum ich eben einfach nur auf. Oder um. Und freue mich ganz besonders an dieser einen Seite in meinem Notizbuch, auf der ich aufliste, was ich auf Flohmärkten oder bei Internetauktionen schon alles durch das Verkaufen meiner Sachen verdient habe.

Spartipp 5: nicht auf das Liebste verzichten

Ich gehe zum Beispiel irre gern mit Freunden essen. Und solange das keine Überhand nimmt, verbiete ich mir diese lustigen Stunden auch nicht, nur weil ich dann wieder zehn, zwanzig oder dreißig Euro gespart hätte. Das gleiche gilt für frische Blumen. Die machen mich eben einfach glücklich – ich freu mich so sehr, wenn ich frische Blumen in der Wohnung habe, dass es sich für mich nicht lohnt, hier zu sparen. Denn: ein bisschen Spaß muss sein – sonst würde ich das Sparen ja nie durchhalten! Und damit wäre nun auch niemandem geholfen.

 

Das alles ist ein erster Versuch. Das Ausmisten betreibe ich schon seit zwei, drei Jahren, den Rest mache ich seit Anfang des Jahres – und das recht gut. Ich würde sagen, 4 von 5 Wochen war ich konsequent. Das ist ein guter Start und macht mich glücklicher als so mancher Gegenstand, der mit dem bereits gesparten Geld hätte erworben werden können. : )

Habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps für mich, besser, leichter, mehr zu sparen?

 

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16 Comments

  • Reply Ina Apple 04/02/2017 at 12:47

    So ein Haushaltsbuch würde mir auch nicht schaden. Am Ende des Monats frage ich mich nämlich auch immer, wo denn eigentlich das ganze Geld hinverschwunden ist! Deine Ansätze klingen auf jeden Fall absolut sinnvoll und machbar und ich wünsche dir ganz viel Erfolg!
    Liebe Grüße, Ina

  • Reply Lux und Poppy 04/02/2017 at 15:07

    Gute Ideen zum Thema sparen. Mir geht es da wie dir: Ausgeben macht einfach mehr Spaß, von daher hab ich nicht wirklich Tipps. Außer vielleicht: Ein zweites Konto anlegen und am Anfang des Monats direkt einen festen Betrag weglegen und nicht mehr drauf schauen. Aus den Augen, aus dem Sinn ;)

    • Reply Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter 05/02/2017 at 19:56

      Ja, ausgeben macht wirklich mehr Spaß! Aber vielleicht macht am Ende ja auch das Sparen Spaß. Ich probier das jetzt zumindest mal aus und bin gespannt, wie lange ich durchhalte! Einen festen Betrag direkt am Anfang eines Monats weglegen, ist auch eine gute Idee!
      Viele Grüße, Julika

  • Reply Karl 04/02/2017 at 18:37

    bin gespannt, wie Dein Experiment weitergeht und in wie weit Du durchhälst.
    Wobei, man muss sich auch mal was gönnen… ;)

  • Reply Liska 05/02/2017 at 10:37

    Das finde ich super! Man gibt einfach zu viel Geld für Dinge aus, die man gar nicht braucht. Ich habe da zwei gute Spartipps, die bei mir funktionieren (manchmal leider zu gut).
    1. „Brauche ich das wirklich?“: diese Frage stelle ich mir immer, wenn ich etwas kaufen will und meistens ist die Antwort „Nein“. Das hält mich oft vom Kauf ab oder sorgt dafür, dass ich nur Dinge kaufe, für die ich auch ein Kaufargument habe.
    2. Einen für mich, einen für die Büchse: wenn ich größere Anschaffungen mache, die ich nicht unbedingt brauche, dann lege ich den selben Betrag auch auf mein Konto. Z.B. ich kaufe ein Handy für 300 € und lege 300€ auf mein Sparkonto. So habe ich immer was auf der Hohen Kante und muss für größere Anschaffungen nicht lange sparen.

    Ein Haushaltsbuch nehme ich mir auch schon lange vor, aber ich halte das nicht mal eine Woche durch…
    Viel Erfolg weiterhin!
    Liska

    • Reply Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter 05/02/2017 at 19:53

      Genau. Und Geld für Dinge, die man gar nicht braucht, auszugeben, ärgert hinterher doppelt…
      Den `Einen für mich, einen für die Büchse` Tipp finde ich großartig! Da überlegt man doch gleich dreifach, ob sich die Ausgabe lohnt. Das versuche ich mal zu übernehmen! Vielen lieben Dank! Allerdings glaube ich, dass ich mit einer zu strengen Einhaltung der `brauche ich das wirklich` Frage gar nichts mehr kaufen würde… außer vielleicht neue Socken dann und wann. ;)
      Herzlich, Julika

  • Reply Andrea 05/02/2017 at 11:22

    Ich nutze eine App als „Haushaltsbuch“, die geht allerdings über das reine Ausgaben notieren hinaus: ich budgetiere im Voraus bestimmte Bereiche (z.B. Reise, Ausgehen, Konzerte, Supermarkt, Fixkosten etc) und dann wird automatisch meine Ausgabe aus dem jeweiligen Bereich vom Budget abgezogen, so dass ich sehe, was noch übrig ist. Für mich funktioniert das sehr gut in Kombination mit einem zweiten Konto, das eine ist das Gehaltskonto, davon gehen dann auch die fixen Kosten wie Miete etc. ab und das zweite ist das „Konsumkonto“, da überweise ich am Monatsanfang den Betrag, den ich für diesen Bereich eingeplant habe. Alles was übrig bleibt kommt aufs Sparkonto.

    Ich übe mich auch gerade in der Vorratshaltung und schaffe es immerhin schon, mir zweimal pro Woche Essen mit ins Büro zu nehmen. Gesünder, leckerer und günstiger als auswärts was holen.

    Grüße!
    Andrea

    • Reply Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter 05/02/2017 at 19:51

      Oh, Du bist ja ein richtiger Profi… wenn ich etwas fortgeschrittener in meiner Haushaltsbuchführung bin, versuche ich mich vielleicht auch mal am budgetieren… danke für den Tipp!
      Ja, die Vorratshaltung ist echt gut und macht mittlerweile sogar Spaß finde ich. Vorallem morgens, wenn ich in den Kühlschrank gucke und mich freue, dort etwas essbares für den Tag vorzufinden. : )
      Viele Grüße, Julika

  • Reply Simone 05/02/2017 at 18:35

    Hallo Julika,
    ich finde das sind sehr gute Tipps, bei vielen musste ich lächeln und dachte: „Hah! Das geht mir ganz genauso!“ z. B. beim Aufräumen. Ich wünsche dir viel Erfolg weiterhin. Auch das mit dem Spaß kann ich bestätigen. Zum Essen ausgehen und frische Blumen kann und will ich mir auch nicht verkneifen.
    Liebste Grüße
    Simone

    • Reply Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter 05/02/2017 at 20:03

      Wie schön, dass ich nicht alleine bin mit den kleinen Herausforderungen, die das Sparen so mit sich bringt… und ja, Du hast recht, für die kleinen Alltagsverschönerungen lohnt das Sparen nicht! : )
      Viele Grüße! Julika

  • Reply Die Freiberuflerin 12/02/2017 at 14:29

    Ein Haushaltsbuch führe ich, seitdem ich selbstständig bin und habe dadurch einige (unsinnige) Kosten reduzieren können. Ich nutze das Sparfuchs-Programm von Abelssoft und kann es echt nur empfehlen!

    • Reply Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter 15/02/2017 at 13:43

      Oh! Danke für den Tipp! Das Programm schau ich mir mal an.
      Und auf den Erfolg mit meinem Haushaltsbuch hoffe ich auch. Wenn es bei Dir klappt, klappt es hoffentlich auch bei mir. :)
      Viele Grüße! Julika

  • Reply Stefan 16/03/2017 at 11:46

    Oh ja, das Haushaltsbuch sollte ich auch dringend wieder einführen, irgendwie verschwindet das Geld immer so schnell…
    Drücke dir die Daumen und bin gespannt!

    • Reply Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter 17/03/2017 at 8:45

      Hi Stefan! Ja, das stimmt, wenn man`s erstmal in die Hand nimmt, ist es auch weg. ; ) Ich find die Haushaltsbuchvariante bis jetzt echt gut, ich berichte dann mal, wie es weiterläuft!
      Viele Grüße! Julika

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