auf Reisen, Deutschland

Welt entdecken: fünfzehnfaches Wissen über die Friedensstadt Osnabrück

09/10/2013
Da ich ja nun hier lebe, im schönen Osnabrück, habe ich mal ein paar Fakten zusammengesammelt, die sich so finden ließen und die ich ganz interessant fand über meine neue Stadt. Ich hoffe, dass ich hier keinen Quatsch zusammengeschrieben habe, aber lieber garantiere ich mal nicht für absolute Richtigkeit. Spannend und lustig wirds trotzdem!

* Der Name Osnabrück entstammt aus einer Verbindung zwischen Ochse und Brücke. Grob gesagt. Genauer wurde aus Ossen (Ochse) und Brügge (Brücke) Ossenbrügge, weil für eine Fernhandelsstraße über den Fluss Hase eine Brücke gebaut wurde, die auch von Bauern und Ochsen benutzt wurde. Es gibt da auch noch andere Spekulationen – aber so oder so ähnlich bekam Osnabrück seinen Namen.

* Siebenhundertachtzig nach Christus wurde von Karl dem Großen ein Bischofssitz gegründet, um den sich im Mittelalter Osnabrück als Markt ansiedelte. Achthundertvier wurde eines der ersten Gymnasien (das Carolinum) gegründet. Vielleicht ist die Urkunde hierfür aber auch eine frühmittelalterliche Fälschung.

* Von der im Dreizehnten Jahrhundert aufgestellten Stadtmauer existiert immernoch das Heger Tor.

* Osnabrück war Mitglied der Hanse und Hauptort der westfälischen Hanse.

* Zwischen vierzehnhundertsiebenundachtzig und fünfzehnhundertzwölf entstand das spätgotische Rathaus von Osnabrück.

* Während der Hexenverfolgungen wurden zweihundertsechsundsiebzig Frauen und zwei Männer wegen Zauberei verbrannt.

* In Osnabrück (und Münster) wurde von sechsehnhundertdreiundvierzig bis sechsehnhundertachtundvierzig der Westfälische Friede nach dem dreißigjährigen Krieg ausgehandelt.

* Das barocke Osnabrücker Schloss entstand in der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts.

* Achtzehnhundertachtundneunzig erblickte Erich Maria Remaque als Erich Paul Remark das Licht der Welt in Osnabrück.Bei seinem Buch „Im Westen nichts Neues“ hab ich geweint wie nichts gutes. Ich bin da sehr nah am Wasser gebaut.

* Achtzehnhundertneunundneunzig entstand der FC Osnabrück aus zwei Freizeitmannschaften. Später ging aus diesem Verein ging der VfL Osnabrück hervor, welcher der größte und bedeutendste Sportverein für die gesamte Region ist. Meine Wohnung liegt direkt um die Ecke des Stadions – ich bekomm da jetzt also ab und an Parkplatz- und vielleicht auch Fußballliedersingende betrunkene Fußballfans zu sehen. Oder: ich werde noch zum richtigen Fußballfan. Immerhin habe ich als Kind im Stadion des VfL Osnabrück mein erstes Fußballspiel gesehen!

* Während des zweiten Weltkriegs wurde das Stadtgebiet, besonders die mittelalterliche Altstadt, zu fünfundsechszig Prozent zerstört. Noch heute werden hier ständig irgendwo irgendwelche Bomben gefunden und geräumt.

* Nach Kriegsende entstand in Osnabrück die größte britische Garnision außerhalb des Vereinten Königreiches. Britische Soldaten und deren Angehörige gehörten jahrzehntelang zum gewohnten Stadtbild. Zweitausendundfünf wurde die Auflösung der Garnision beschlossen und zweitausendundneun verließ der letzte britische Kommandant Osnabrück.

* Seit neunzehnhundertneunzig hat die deutsche Stiftung Umwelt ihren Sitz in Osnabrück – die Stadt Osnabrück ist allgemein in Umweltdingen sehr engagiert. Mein kleiner King Otto hat auch sofort seine grüne Plakette bekommen!

* Neunzehnhundertachtundneunzig eröffnete das vom Architekten Daniel Libeskind entworfene Felix Nussbaummuseum. Und ich war noch nicht drin. Das sollte ich schleunigst nachholen!

* Im Jahre zweitausendunddrei hat der Stern herausgefunden, dass in Osnabrück die glücklichsten Menschen der Republik leben. Na da bin ich doch genau richtig! Es gibt Aufkleber mit dem Spruch: „Ich komm zum Glück aus Osnabrück“. Ob ich mir den wohl auch auf King Otto kleben sollte?! :))

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8 Comments

  • Reply danamas world 09/10/2013 at 6:45

    Na, das hört sich aber mal gut an, da steht deinem Glück ja nichts mehr im Wege :-) Und so ein bisschen Bildung am Morgen kann auch nicht schaden, wo die Deutschen doch bei der Erwachsenen Pisa Studie nicht so gut abgeschnitten haben…
    Liebe Grüße,
    Dani (die übrigens trotzdem glücklich ist, obwohl sie nicht in Osnabrück lebt)

  • Reply stefi b. 09/10/2013 at 8:57

    wunderbare dinge über osnabrück! da kenn ich die stadt schon so lange und weiß doch nix über sie. :)
    freut mich, dass du dich anscheinend recht wohl dort fühlst.
    herzliche grüße
    die frau s.

  • Reply Anonymous 09/10/2013 at 9:59

    Toll zusammengestellt, liebe Julika! Osnabrueck hat heute ein viel fröhlicheres und jüngeres Publikum als in meiner Jugend, sie ist seit 1974 Universitätsstadt und hat sich in den letzten 20Jahren total gewandelt. Im Hunteburger Plattdeutsch heisst es immer noch Ossenbruegge! herzlichst deine Mama!

  • Reply Holunder 09/10/2013 at 9:59

    Danke für die Info. Osnabrück war bislang ein weißes Blatt für mich, irgendwo weit oben im Norden, wo das Land platt ist ;-)
    Liebe Grüße
    Andrea

  • Reply diefahrradfrau 09/10/2013 at 14:30

    Mensch, da wohnste direkt am Stadion und ich hab dich immer noch nicht getroffen?!? Gibt´s ja gar nicht, im Schinkel kennt man sich doch…
    Liebe Grüße
    Christiane

    • Reply Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter 09/10/2013 at 14:56

      Ich wohn in Gartlage – aber dennoch direkt um die Ecke… vielleicht sind wir uns ja aber trotzdem schon mal über den Weg gelaufen… wo gehst denn Du einkaufen? ;))

  • Reply jahreszeitenbriefe 10/10/2013 at 12:22

    Schön, sich so neugierig eine neue Stadt erschließen…, da kann sich Osnabrück freuen! Ich kenne es noch gar nicht. Lieben Gruß gh

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